Mit vereinten Kräften in das neue Jahr!
Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Brilon-Walderinnen und Brilon-Walder!
Ich möchte Sie und Euch heute ganz herzlich zum Neujahrsempfang begrüßen,
bevor ich mit der offiziellen Begrüßung fortfahre, möchte ich kurz etwas zur Idee des heutigen Neujahrsempfangs sagen.
Zunächst habe ich überlegt wie man alle Bürger, die sich in unserm Ort aktiv am Vereinsleben beteiligen, unter einen Hut bekommt. Ich hatte den Wunsch eine Veranstaltung / Feier mit neutralem Hintergrund auszurichten, denn Sie alle setzen sich aktiv in Brilon-Wald für etwas ein - das ist gut so, wird aber leider meistens nicht gewürdigt.
Statt dessen müssen Sie sich teilweise für Dinge rechtfertigen oder werden stark kritisiert für die Dinge die Sie mit Ihrem Verein gemacht oder auch nicht gemacht haben.
Ich begrüße in Vertretung des Bürgermeisters Franz Schrewe, der sich am heutigen Abend entschuldigen lässt, den 1. stellvertretenden Bürgermeister unserer Stadt, Herrn Willi Becker.
Herr Becker, ich freue mich Sie als offiziellen Vertreter der Stadt Brilon hier begrüßen zu dürfen und verbinde Ihren Besuch mit der Forderung, sich von Seiten der Stadt Brilon aktiv für die Probleme unseres Ortes, wie z.B. Bahnhof, Industriebrache oder auch den Strukturwandel in unserem Dorf, einzusetzen und nach guten Lösungen zu suchen!
Besonders begrüße ich die Geistlichkeiten, die der Einladung zum heutigen Tag gefolgt sind.
Herzlich Willkommen, Herr Pastor Schulte und Herr Pastor Eulenstein. Herr Vikar Gießelmann und Herr Pfarrer Lichterfeld lassen sich entschuldigen.
Die Kirchenarbeit und die Ökumene spielen in Brilon-Wald eine große Rolle und so bitte ich Sie beide, sich verstärkt um die Erhaltung von Gottesdiensten in beiden Kirchen sowie der Jugendarbeit unter der evangelischen Kirche einzusetzen. Sehr geehrter Herr Eulenstein, gerade von Brilon-Waldern wurde die evangelische Kirchengemeinde in der gesamten Region besonders stark unterstützt, ich denke hier besonders an den Einsatz des Heimatschutzvereins, der sich gegenüber vielen Bruderschaften und deren Kritik vor einigen Jahren für einen ökumenischen Gottesdienst im Stadtschützenverband stark gemacht hat. Bitte denken Sie hier dran, wenn Sie den Rotstift in der Hand haben!
Was wären Kirchen und Ihre Pastore ohne die örtlichen helfenden Hände wie den Pfarrgemeinderat, die Presbyter oder Kirchenküster. Daher begrüße ich den Pfarrgemeinderat unter dem Vorsitz von Frau Ursula Blaszat, Frau Ursula Fien und Christa Otto als Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde sowie die Kirchenküsterin Frau Adelheid Hillebrand.
Ich begrüße die größten örtlichen Arbeitgeber, Herrn Gros und Chefarzt Dr. Westendarp von der Klinik Brilon-Wald, der Unternehmesgruppe Fuest, die unseren Ort wohlwollend unterstützen, ein besonderer Dank sei Ihnen allerdings für Ihre jahrelange Mitarbeiterbindung in unserem Ort ausgesprochen.
Ich begrüße Herrn Gustav Köhler von der Firma Auto Köhler GmbH und möchte auch hier Dank sagen für die jahrzehntelange Beschäftigung von Brilon-Walder Bürgern.
Begrüßen möchte ich auch Herrn Hubertus Menke von der Metzgerei & dem Landhotel Menke sowie Herrn Mark Swartjes vom Schlosshotel Brilon-Wald.
Sie beide sorgen für große Übernachtungszahlen in unserm Ort, wobei hier noch lange nicht alle Möglichkeiten in Verbindung mit unseren Wanderwegen ausgeschöpft sind.
Danke aber auch dafür dass Sie sich durch Beschäftigung von überwiegend Brilon-Waldern und durch zahlreiche Spenden unseren Ort aktiv arrangiert haben.
Ich begrüße die amtierende Briloner- Waldfee und neue Leiterin unseres Kindergartens Frau Simone Köhler. Ich hoffe, dass es Ihnen gelingt, mit dem neuen Konzept des integrierten Waldkindergartens nicht nur neue Wege zu gehen, sondern auch unseren Kindergarten dauerhaft durch Briloner Kinder zu retten.
Ich begrüße unseren Ortsheimatpfleger Josef Hillebrand, den Vertreter des Sauerländer Gebirgsvereins, Herrn Fritz Becker, die Vertreterin des Kneippvereins, Frau Löwe.
Meine Damen und Herren, was wäre ein Ort wie Brilon-Wald ohne seine örtlichen Vereine, daher begrüße ich nun die Chorgemeinschaft Brilon-Wald unter dem Vorsitz von Herrn Dieter Blassart und der musikalischen Leitung von Herrn Heinrich Franz. Ich freue mich schon jetzt über Ihre musikalische Untermalung am heutigen Abend. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Bedanken möchte ich mich auch für Ihre langjährige und gute musikalische Mitgestaltung bei der alljährlichen Kranzniederlegung am Volkstrauertag, sowie die Ausrichtung von Festen die unseren Ort bereichern, wie z.B. die Nikolausfeier, bei der die jüngsten unseres Ortes dem Nikolaus begegnen und somit einen besondern Tag erleben.
In einen kleinen Ort wie hier war es der richtige Schritt und der Mut, aus dem Männergesangsverein eine Chorgemeinschaft zu gründen. Dieses sicherte zunächst den Fortbestand des Chores, aber liebe Gäste, statt in der Badewanne oder unter der Dusche zu singen, gehen Sie Montags zum Chor, denn wie überall fehlt es auch den Sängern an Nachwuchs!
Begrüßen möchte ich auch die Vorstände des Vereins zur Förderung der Kinder & Jugendgemeinschaft, sowie Brilon-Wald aktiv. Ihnen möchte ich Dank sagen für die geleistete Arbeit und Mitgestaltung unseres Dorflebens.
Abschließend komme ich zum größten Verein in unserm Ort.
Ich begrüße den Vorstand des Heimatschutzverein Brilon-Wald unter dem Vorsitz von Herrn Peter Krückemeier.
Als größter örtlicher Verein hat er eine besondere Herausforderung und den größten Höhepunkt des Brilon-Walder Dorflebens. Ich spreche von der Schützenhalle, der wohl schönsten im ganzen Sauerland und dem Schützenfest, welches erstmalig im vergangenen Jahr anders gestaltet wurde.
Eine so schöne Halle benötigt viele helfende Hände sowie erhebliche finanzielle Mittel, die ohne die Unterstützung des gesamten Dorfes und seiner Bewohner, welche an den Festen in der Halle dabei sein sollten, nicht dauerhaft erhalten werden kann.
Lassen Sie uns alle gemeinschaftlich an dem Spruchband über der Musikbühne festhalten:
"Willst du den Geist der Väter pflegen, dann sei Schütze allerwegen!"
Liebe Gäste:
Ich freue mich heute Abend die letzten 25 Jahre Ratsmitgliedschaft der Stadt Brilon hier unter uns zu haben:
Mit Dieter Blassart, Reinhard Bödefeld, Josef Hillebrand und Heinz Mirbach gibt es Bürger, die sich aktiv aus politischer Sicht für unseren Ort eingesetzt haben und auch heute noch als guter Ratgeber in unserm Dorf mitgestalten. Herzlichen Dank hierfür!
Meine lieben Freunde, verehrte Gäste!
Allen, die bei der Beleuchtung der Kirche in unserm Dorfmittelpunkt aktiv mit angepackt haben, sei gedankt. Es war eine gute Idee und rückt unsere schöne Kirche, aber auch unseren Ort, für alle, die hier durchfahren, in ein besseres und gutes Licht.
Leider steht unser Dorf nicht immer im richtigen Licht. Erst kürzlich, als ich der Vorstellung der neuen Briloner Chronik beiwohnte, fand man ein Foto von der Schnad aus unserm Nachbardorf und Briloner berichteten wie schön es war, als der Schnadezug im Nachbardorf einzog und überschwänglich begrüßt wurde.
Doch dann kam man nach Brilon-Wald und es war menschenleer, nur drei Leute begrüßten den Schnadezug und winkten, U. Vogel, Adelheid und Josef Hillebrand.
Dieses ist nur eine Geschichte von vielen, über die man außerhalb unseres Ortes spricht und das stimmt mich traurig.
Vielleicht sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, die aber menschlich sind.
Ich bitte Sie:
Lassen Sie uns alte Gräben zuschmeißen, altes und Fehler vergessen, nicht nur für seinen Verein alleine denken oder in der Clique mit Vorurteilen den andern begegnen, denn nur so besteht die Möglichkeit zu einem Neuanfang, einem gemeinschaftlichen Miteinander in unserem Dorfleben.
Unser Dorf hat schon durch die Ruinen an unseren Straßen und durch die Industriebrache sowie die demografische Entwicklung immer mehr ältere Bewohner und immer weniger jungen Nachwuchs genügend eigenständige Probleme, die es in der Zukunft zu bewältigen gibt. Und so sollten wir uns keine eigenen menschlichen Probleme schaffen.
Liebe Gäste, erheben Sie mit mir das Glas und lassen Sie uns anstoßen auf eine positive Zukunft in unserem Ort und auf ein gesundes und erfreuliches Jahr 2007!
© Andreas Otto / Heimatschutzverein Brilon-Wald e.V.
